Die ersten Tanzschritte

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Langsamer Walzer

Takt: 3/4
Tempo: ca. 30 Takte/Minute, alle Schritte gleich lang

Grundbewegung (Rechtsdrehung)

Herr:

  1. rechts vorwärts
  2. links zur Seite
  3. rechts heranschließen
  4. links rückwärts
  5. rechts zur Seite
  6. links heranschließen


Dame:

  1. links rückwärts
  2. rechts zur Seite
  3. links heranschließen
  4. rechts vorwärts
  5. links zur Seite
  6. rechts heranschließen

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Wiener Walzer

Takt: 3/4
Tempo: ca. 60 Takte (180 Schläge)/Minute, alle Schritte gleich lang

Grundbewegung (Rechtsdrehung)

Herr:

  1. rechts vorwärts
  2. links zur Seite
  3. rechts heranschließen
  4. links rückwärts
  5. rechts zur Seite
  6. links heranschließen


Dame:

  1. links rückwärts
  2. rechts zur Seite
  3. links heranschließen
  4. rechts vorwärts
  5. links zur Seite
  6. rechts heranschließen

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Foxtrott

Takt: 4/4
Tempo: ca. 48-52 Takte/Minute

Grundbewegung

Herr:

  1. links vorwärts (lang)
  2. rechts vorwärts (lang)
  3. links zur Seite (kurz)
  4. rechts heranschließen (kurz)
  5. links rückwärts (lang)
  6. rechts rückwärts (lang)
  7. links zur Seite (kurz)
  8. rechts heranschließen (kurz)


Dame:

  1. rechts rückwärts (lang)
  2. links rückwärts (lang)
  3. rechts zur Seite (kurz)
  4. links heranschließen (kurz)
  5. rechts vorwärts (lang)
  6. links vorwärts (lang)
  7. rechts zur Seite (kurz)
  8. links heranschließen (kurz)

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Tango

Takt: 2/4
Tempo: ca. 30-33 Takte pro Minute

Grundbewegung (Wiegeschritt)

Herr:

  1. links vorwärts (lang)
  2. rechts vorwärts (lang)
  3. links zurückbelasten (kurz)
  4. rechts vorn belasten (kurz)
  5. links zurückbelasten (lang)
  6. rechts rückwärts (kurz)
  7. links zur Seite (kurz)
  8. rechts heranschließen (lang)


Dame:

  1. rechts rückwärts (lang)
  2. links rückwärts (lang)
  3. rechts vorn belasten (kurz)
  4. links zurückbelasten (kurz)
  5. rechts vorn belasten (lang)
  6. links vorwärts (kurz)
  7. rechts zur Seite (kurz)
  8. links heranschließen (lang)

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Discofox

Takt: 4/4
Tempo: Sehr variabel. Je nach Musik.

Grundbewegung

Herr:

  1. links vorwärts (kurz)
  2. rechts vorwärts (kurz)
  3. links ohne Gewicht heranschließen (tap) (*)
  4. links rückwärts (kurz)
  5. rechts rückwärts (kurz)
  6. links ohne Gewicht heranschließen (tap) (*)


(*) oder schnelle Gewichtsübertragung links-rechts (und kurz)


Dame:

  1. rechts rückwärts (kurz)
  2. links rückwärts (kurz)
  3. rechts ohne Gewicht heranschließen (tap) (*)
  4. rechts vorwärts (kurz)
  5. links vorwärts (kurz)
  6. rechts ohne Gewicht heranschließen (tap) (*)


(*) oder schnelle Gewichtsübertragung rechts-links (und kurz)


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Cha cha cha

Takt: 4/4
Tempo: ca. 30-32 Takte pro Minute

Grundbewegung

Herr:

  1.    1  rechts seitwärts (kurz) (*)
  2.    2  links vorwärts (kurz)
  3.    3  rechts zurück belasten (kurz)
  4.    4  links zur Seite (kurz)
  5.    &  rechts heranschließen (und)
  6.    1  links zur Seite (kurz)
  7.    2  rechts rückwärts (kurz)
  8.    3  links zurück belasten (kurz)
  9.    4  rechts zur Seite (kurz)
  10. &  links heranschließen (und)
  11. 1  rechts zur Seite rückwärts (kurz)

weiter mit Schritt Nr. 2

Dame:

  1.    1  links seitwärts (kurz) (*)
  2.    2  rechts rückwärts (kurz)
  3.    3  links zurück belasten (kurz)
  4.    4  rechts zur Seite (kurz)
  5.    &   links heranschließen (und)
  6.    1  rechts zur Seite rückwärts (kurz)
  7.    2  links vorwärts (kurz)
  8.    3  rechts zurück belasten (kurz)
  9.    4  links zur Seite (kurz)
  10. &  rechts heranschließen (und)
  11. 1  links zur Seite (kurz)

weiter mit Schritt Nr. 2

(*) = Auftaktschritt


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Rumba

Takt: 4/4
Tempo: ca. 25-28 Takte/Minute

Grundbewegung

Herr:

  1. rechts seitwärts (lang)
  2. links vorwärts (kurz)
  3. rechts zurück belasten (kurz)
  4. links zur Seite (lang)
  5. rechts rückwärts (kurz)
  6. links zurück belasten (kurz)


Dame:

  1. links seitwärts (lang)
  2. rechts vorwärts (kurz)
  3. links zurück belasten (kurz)
  4. rechts zur Seite (lang)
  5. links rückwärts (kurz)
  6. rechts zurück belasten (kurz)

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Jive

Takt: 4/4
Tempo: ca. 36-44 Takte pro Minute

Grundbewegung (Wiegeschritt)

Herr:

  1. 1  links schräg rückwärts (kurz)
  2. 2  rechts zurück belasten (kurz)
  3. 3  links zur Seite (kurz)
  4. a  rechts heranschließen (*)
  5. 4  links zur Seite (kurz)
  6. 1  rechts zur Seite (kurz)
  7. a  links heranschließen (*)
  8. 2  rechts zur Seite (kurz)


Dame:

  1. 1  rechts schräg rückwärts (kurz)
  2. 2  links zurück belasten (kurz)
  3. 3  rechts zur Seite (kurz)
  4. a  links heranschließen (*)
  5. 4  rechts zur Seite (kurz)
  6. 1  links zur Seite (kurz)
  7. a  rechts heranschließen (*)
  8. 2  links zur Seite (kurz)


(*) = "superschnell"


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Angebot und Ablauf

Was, wie, wann, wo?

 

Grundkurs

ist ein Tanzkurs, für den keine Vorkenntnisse erforderlich sind.


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Fortsetzunskurs

ist ein Tanzkurs, für den die im Grundkurs erworbenen oder vergleichbare Vorkenntnisse erforderlich sind.


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Vorbesprechung

die erste Tanzstunde für jugendliche Kursteilnehmer. Hier werden die Formalitäten erledigt, die Wochentage und Uhrzeiten nach den Wünschen der Kursteilnehmer festgelegt und die ersten Tanzschritte geprobt.


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Tanzkurs für Jugendliche / Erwachsene

Um den Bedürfnissen unserer Kursteilnehmer gerecht werden zu können, ist der Unterrichtsaufbau für Jugendliche und Erwachsene grundverschieden und wird daher auch in separaten Kursen durchgeführt.


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Tanzkurse für Paare

können auch von Singles belegt werden. In diesem Fall werden wir uns bemühen, Ihnen einen Tanzpartner zu "organisieren". Mit diesem/r Tanzpartner/in werden Sie dann den kompletten Kurs verbringen.


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Tanzkurse für Singles

können auch von Paaren belegt werden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß Tanzpartnerwechsel bei Single-Kursen eine wesentliche Grundlage des Unterrichtsaufbaus darstellt. Siehe auch "Ich habe keinen Tanzpartner".


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Ich habe keinen Tanzpartner

Sie haben die Wahl:

In unseren Singletanzkursen steht die Geselligkeit und das Kennenlernen neuer Menschen im Vordergrund. Hier gibt es keine festen Tanzpartner und jeder tanzt mit jedem.

In unseren gemischten Paar- und Singlekursen wird vorrangig mit einem festen Partner getanzt. Teilen Sie uns einfach Ihre Kurs- und Partnerwünsche mit. Wir werden Sie dann benachrichtigen, sobald sich ein möglicher Tanzpartner für einen solchen Kurs entschieden hat.


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Wir heiraten in Kürze und brauchen noch den Brautwalzer

Speziell für Sie haben wir uns ein ganz besonderes Angebot ausgedacht:

Buchen Sie aus unserem Programm einen Tanzkurs Ihrer Wahl. Den Wiener Walzer erhalten Sie von uns in Form einer zusätzlichen Tanzstunde als Hochzeitsgeschenk. Tipp: Discofox und Walzer sind bei solchen Feierlichkeiten eine hervorragende Kombination. Deshalb findet die oben genannte Zusatzstunde als an den Discofoxkurs angehängte sechste Stunde statt (=Hochzeitstanzkurs).


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Hilfe! Ich habe zwei linke Füße!

Aufgrund von Produktionsengpässen sind Ersatzfüße zur Zeit leider nicht lieferbar. Glücklicherweise können wir Ihnen Produkte vergleichbarer Wirkung anbieten: Zwanglose Atmosphäre, Geduld, optimale fachlich kompetente Betreuung, gute Musik, nette Gesellschaft, ...


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Versäumte Stunden

können Sie bei einem der parallel laufenden oder einem der kommenden Kurse nachholen.


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Ich habe Schichtdienst

Meistens laufen mehrere Kurse parallel, sodass Sie je nach Schicht zwischen den Kursen "springen" können.


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TanzCard

Freie Zeit für freie Menschen! Die Alternative zum Kurssystem: Für einen Jahresbeitrag können Sie / Ihr alle Kurse unserer Tanzschule ein Jahr lang kostenfrei wahrnehmen. Auch für sonstige Veranstaltungen wie zum Beispiel Abschlussbälle gelten für TanzCard-Inhaber ermäßigte Preise. Das ist Flexibilität pur: Keine Bindung mehr an einen bestimmten Kurs. Bis zu 75% ermäßigter Eintritt für sonstige Veranstaltungen, ...


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Was sollte ich zur Tanzstunde mitbringen?

Bequeme Kleidung, etwas Zeit und gute Laune.


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Was erwartet mich?

Nette Menschen, lockere Atmosphäre, gute Musik, immer ein offenes Ohr für Fragen und Anregungen und viel Spaß in geselliger Runde.


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Angermann-Disco

Der Treffpunkt für junge Leute. Hier trifft und unterhält man sich, tauscht Tanzschritte aus ... und kann natürlich auch so richtig abdancen.


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Tanzparty

Hier kommt zur Anwendung, was im Tanzkurs gelernt wurde. Ob beim gemütlichen Beisammensein oder beim Cha-Cha-Cha auf der Tanzfläche. Nach dem Motto "miteinander-voreinander-durcheinander" verbringen wir einen schönen Abend mit netten Menschen.


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Galaball / Abschlussball

Der Höhepunkt und krönende Abschluss eines jeden Tanzkurses ist eine rauschende Ballnacht. Zusammen mit allen Kursteilnehmern wird der gelungene Tanzkurs gefeiert. Fröhliche Stimmung, erstklassige Live-Musik, Tanz und Unterhaltung.


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Bin ich zu alt, um noch tanzen zu lernen?

Bestimmt nicht. Tanzen ist als Freizeitbeschäftigung für alle Altersgruppen von Kindern bis hin zu Senioren gleichermaßen gut geeignet.


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Ich bin unmusikalisch

Macht nichts, probieren Sie es einfach trotzdem. Sehr viele begabte Tänzer sagen von sich selbst, sie seien unmusikalisch.


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Was ist Training?

... nichts, wozu man sich anmelden könnte...

Ist Tanzen Dein allerliebstes Hobby?

Hast Du häufiger mal das Gefühl, dass Dich das, was wir so während der Tanzstunde anstellen unterfordert?

Gehörst Du zu den Leuten, die nach so einer Angermann-Disco schweißnass sind?

Kannst Du Dich mehr als fünf Minuten auf eine Sache konzentrieren?

Dann bist Du hier richtig...

Zum Training meldet man sich nicht an. Zum Training wird man eingeladen................


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Nobody is perfect

ein kleiner Knigge

 

Keiner weiß alles oder der schnelle Knigge


Vorwort (bitte vorher lesenEmoticon breites Grinsen)

Hallo, liebe Anger-Frau, lieber Anger-Mann!

Wir haben für Dich und andere, die es interessiert, einmal häufig gestellte Fragen bearbeitet und nach den heute gültigen Maßstäben beantwortet.

Viele der hier nachzulesenden "Verhaltensregeln" - ein scheußliches Wort - werden Dir auf den ersten Blick altertümlich oder umständlich vorkommen.

Dennoch! Denke einfach 'mal an nicht ganz so alltägliche Situationen wie zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch oder das Essen mit dem Chef. Doch auch im "ganz normalen Leben" triffst Du häufig auf Menschen "der älteren Generation" oder Menschen der "etwas empfindlicheren Art".

Das schlimmste ist: Häufig machen die Leute "gute Miene zum bösen Spiel" und sind hinterher froh, wenn sich "der ungehobelte Klotz" entfernt hat. Man bemerkt das "Fettnäpfchen" oftmals gar nicht , in das man gerade getreten ist, und andere lachen sich 'n Ast darüber.

Ebenso sollte Dir klar sein, dass Du, wenn Du es nicht allzu verkrampft oder überkorrekt bringst, mit einem bisschen guten Benehmen, Rücksicht und Charme viel mehr Eindruck schinden kannst als mit Coolness um jeden Preis.

Auch wirst Du bei manchen der folgenden Ausführungen denken: "Halten die mich für blöd? Das weiß doch jedes Kind..."

Ist klar. Schon verstanden. Doch: Was Du hier nachlesen kannst sind die Antworten auf die gesammelten Fragen, die uns (dem "A-Team") und anderen Tanzlehrerkollegen gestellt wurden. Also scheint doch nicht alles für alle so klar zu sein...

Kurzfassung für Eilige:

- Versuche, Dich in andere Menschen hineinzuversetzen und diese Leute so zu behandeln, dass Du sie nicht verletzt, in Verlegenheit bringst, störst, behinderst oder gar anekelst. Kannst Du jemanden nicht einschätzen, so gehe nach den Regeln vor, die Du weiter unten nachlesen kannst.

- Nimm Rücksicht auf ältere, behinderte, kranke, schwangere Menschen und auch auf Leute, die weniger "manövrierfähig" sind, weil sie etwas schweres schleppen, einen Wandertag oder Sportunterricht hinter sich haben oder "irgendwie empfindlich" sind, auch wenn Du die Gründe dafür nicht erkennen kannst.

- Verlasse die Orte, die Du aufsuchst, zum Beispiel die Toilette, so, wie Du sie vorgefunden hast, oder noch besser so, wie Du sie bei Deinem ersten Besuch vorfinden möchtest.

- Schenke Deinen Mitmenschen ab und zu mal ein Lächeln. Die meisten mögen das und auf die meisten anderen kannst Du "Einen fahren lassen".

- Merke Dir die Namen der Leute, mit denen Du Umgang hast. Oder lässt Du Dich gern' mit "Hey Du da..." ansprechen?

- Schalte Dein Handy aus, auf stumm oder auf Vibration, wenn auch nur die geringste Möglichkeit besteht, dass andere sich durch "das Gebimmel" gestört fühlen (Kino, Theater, Vorlesung, Tanzstunde, Wartezimmer, "first date", ...).

- Betrete niemals ein Haus oder einen Raum mit dem Glimmstängel im Mundwinkel oder in der Hand. Rauchen ist an den meisten öffentlichen und privaten Orten unerwünscht, und selbst in Räumen, in denen sonst geraucht werden darf, kann gerade ein rauchfreier Tag angesagt sein, zum Beispiel wegen eines nichtrauchenden Besuchers.

- Schmeiße nicht "locker-lässig" mit dem Trinkgeld um Dich. Das könnte Dir als Angeberei ausgelegt werden.

- An Orten, wo es "etwas familiärer" zugeht, wird es gern' gesehen, wenn Du, bevor Du gehst, Deinen Stuhl wieder dort hin stellst, wo Du ihn hergeholt hast und Dein leeres Glas zurück zur Theke bringst. Andererseits wirkt genau dieses Verhalten in Restaurants der "Oberklasse" wie eine Beleidigung.

- Rufe Leute nicht vor 9.00 Uhr und nicht nach 21.30 Uhr an. Denke bitte daran: "Ältere Leute" gönnen sich gern' ein Mittagsschläfchen, meist zwischen 13 und 15 Uhr. Gleiches gilt auch für Familien mit kleinen Kindern. Ausnahme: Leute, von denen Du sicher weißt, dass Dein Anruf auch außerhalb der genannten Zeiten willkommen ist.

- Verabredung? Sei einfach pünktlich! Oder möchtest Du ewig lang' im Regen stehen, bis mal irgend jemand auftaucht?

Allgemeingültige Regel:
Was Du nicht willst was man Dir tut, das füg' auch keinem anderen zu.

Aktuell leider übliche Praxis
Was Du nicht willst was man Dir tut, das füge lieber anderen zu. Schade eigentlich, oder?.


Mit Deinen Fragen kannst Du selbstverständlich jederzeit zu uns kommen. Natürlich sind auch wir nicht "perfekt", aber wir sind immer bereit, Dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen auch nach Beendigung Deines Kurses...

PS: Umgangsformen sind eine ernstzunehmende Angelegenheit. Trotzdem beschreiben wir die Themen mit einem Schmunzeln. Warum nicht? Wie in der Tanzstunde werden wir auch auf den folgenden Seiten nicht immer alles "tierisch ernst" nehmen. Das Wichtigste ist, daß Ihr wisst, wann der Spaß aufhört und es anfängt für Euch und Eure Mitmenschen "nervig" oder peinlich zu werden!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Dir Dein "A-Team".


PPS: Dieses ist die Neubearbeitung vom Referenten für Umgangsformen des BDT e.V. - AR©. Nochmals neu bearbeitet von Wolfgang Siebert und Eurem "A-Team.


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Grüßen und Begrüßen

Gültige Regel: Es grüßt zuerst, wer den Anderen zuerst wahrnimmt.

Allerdings: Als Erster grüßen ist niemals falsch! Oder willst Du lieber als scheu, stur oder unfreundlich gelten?


Bei älterem oder sonstwie traditionell geprägtem Publikum:

"Er" grüßt "Sie", wesentlich Jüngere grüßen wesentlich Ältere, wer kommt, sagt zuerst "Hallo" oder "Guten Tag" usw., wer geht, sagt "Tschüs" oder "Auf Wiedersehen", Mitarbeiter grüßen die Vorgesetzten und Chefs. Ob nach der mündlichen Begrüßung ein Händedruck erwünscht ist, entscheidet der wesentlich Ältere, Chef, Vorgesetzte, ...

Beim Verabschieden gilt es, sich vom Gastgeber zuerst zu verabschieden, damit dieser über Dein Vorhaben zu gehen zuerst informiert ist, dann geht man herum.

Güßen und Verabschieden von Personen mit Hut (wohl eher selten): Der korrekte "Herr" -nicht jedoch die "Dame"- nimmt zur Begrüßung den Hut ab (er "lüftet" ihn: ca. 5 cm hochnehmen) oder er berührt zur Begrüßung den Hutrand.


Tipps:

Ein Händedruck sollte weder "gewalttätig" noch "labberig" sein. Kalte Getränke am besten in der linken Hand halten, damit sich der Händedruck später nicht "kalt wie ein Fisch" anfühlt.

"Hallo Franz-Josef!" ist besser als "Hallo!". "Guten Tag Frau Kniggeburger!" ist besser als "Guten Tag!", "Tach!" oder gar "Mahlzeit!".

Sprich laut (nicht schreien) und deutlich. Eine "genuschelte" Begrüßung drückt Unsicherheit oder gar Missachtung aus.

Schau' die Leute an (Wegschauen=Missachtung), ohne sie zu fixieren (Starren verunsichert).


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Vorstellen und Bekanntmachen


Heute macht man sich eigentlich nur noch formlos bekannt:

"Hallo/Guten Tag" usw., "ich heiße Andreas / Andrea..."


Ein formelles "Vorstellen"

findet meist nur noch statt, wenn man einem älteren Vorgesetzten oder einer wichtigen Persönlichkeit begegnet. "Er" wird "Ihr" vorgestellt, der Jüngere wird dem Älteren vorgestellt, Mitarbeiter werden Vorgesetzten vorgestellt, und der neue Arbeitskollege wird den anderen Kollegen vorgestellt.

Das "Verbeugen" (Diener und Knicks) gehört nicht mehr in diese Welt.
Ausnahme: Höchst offizieller Anlass (Protokoll, z. B. Hofknicks).
Das höfliche Nicken mit dem Kopf ist OK.

Ein freundliches Gesicht ist ein MUSS, und wenn die Situation danach ist: ein Lächeln ist SUPER.

Vergiss nie: Der erste Eindruck ist -wenn es auch oft ein Vorurteil ist
entscheidend!-

Im Übrigen, Titel sind nicht mehr zeitgemäß: Floskeln wie "Herr Studienrat", "Herr Ingenieur" usw. sind OUT. Nur "Herr Doktor" und "Herr Professor" bleibt nach wie vor gern gehört, vor allem von älteren Akademikern, außerdem sollte man beachten, daß ein Doktortitel fester Bestandteil des Namens ist.

Bei Personen in Amt und Würde ist es auch heute üblich, beim Ansprechen den Titel - meist statt dem Namen - zu verwenden, wie z. B.: bei Gericht oder im Verband und Verein "Herr Präsident" oder "Herr Vorsitzender". Bist Du Dir unsicher, wie Du jemanden ansprechen sollst, dann erkundige Dich bei Bekannten oder frage einfach die Person gleich selbst: "Wie werden Sie gerne angesprochen" oder: "Wie darf ich Sie bitte ansprechen...". Das nimmt Dir keiner übel. Im Gegenteil.


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Sich selbst vorstellen?


Es gibt immer noch häufig Situationen in denen es üblich ist, vorgestellt zu werden.

Dann gilt: Das "Vorstellen" oder "Bekanntmachen" erfolgt stets durch Dritte.

Müsst Ihr Euch mal selbst vorstellen, dann ist folgendes zu beachten:

Als Jugendlicher oder Erwachsener sagt man informell: "Hallo ich bin Andreas" oder formell: "Darf ich mich vorstellen, Andreas Müller".
Dasselbe gilt analog dazu in der weiblichen Form.

Ebenfalls korrekt, allerdings ziemlich unpersönlich: "Darf ich mich vorstellen, Müller".
Falsch: "Darf ich mich vorstellen, Herr Müller". Man bezeichnet sich nicht selbst als Herr.


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Am Telefon

"HALLO...?!" Sich so zu melden ist unhöflich. Meldet Euch immer mit Euerem Namen am Telefon. Es ist ungenügend und auch unfreundlich nur "Hallo" zu sagen, wenn man angerufen wird. Ausnahme: Habt ihr zu Hause eine Geheimnummer ( das gibt's immer öfter ) sagt Ihr zum Beispiel: "Guten Tag, wer spricht bitte...?" Auch wenn man selbst der Anrufer ist, sollte man seinen Namen sagen! Eine Stimme am Telefon klingt oft fremd und wird nicht immer und von jedem direkt erkannt. Lasse den Angerufenen nicht unnötig raten, das bringt ihn in Verlegenheit oder macht ihn ungeduldig.

Melde Dich geschäftlich - aber auch im privaten Bereich - am besten wie folgt:

"Guten Tag, Andreas am Apparat...", oder - "Guten Morgen, Firma Müller-Lüdenscheid, Andreas / Andreas Müller / Müller am Apparat..."

Spreche nicht zu schnell, artikuliere (spreche) deutlich und nimm Dir gerade für diesen ersten Kontakt Zeit! Der Anrufer / der Angerufene möchte gerne wissen, mit wem er es zu tun hat.

Beginne immer mit einem freundlichen "Guten Morgen", "Guten Tag" oder "Guten Abend". Mache dann eine winzig kurze Pause... Der Angerufene kann sich jetzt auf den Anruf als solches und auf die Stimme und Person am anderen Ende einstellen. Ob Du jetzt erst Deinen Namen oder gleich den Namen Deiner Firma oder Deines Arbeitsplatzes nennst, ist davon abhängig, ob der Anruf privater oder geschäftlicher Natur ist und ob Dir die Person gegenüber dazu noch persönlich bekannt ist.

Die Regel ist: das - für den Angerufenen- Bekannteste oder Wichtigste als letztes. Für den Anrufer gilt das Gleiche. Schwierig zu verstehen ? OK... Andreas und Andrea müssen wieder herhalten; hier ein Beispiel: Andreas ruft die Andrea an;

Ungefähr so sollte es sein:

"Hallo Andrea, hier spricht Andreas, rufst Du mich bitte mal im Betrieb zurück wegen dem laufenden Beispiel". "Klar Andreas, nach der Mittagspause wenn´s Dir recht ist...". "Danke Andrea, tschüss". "Tchüss Andreas...". Andrea ruft Andreas im Betrieb zurück, der Anruf wird angenommen; "Guten Morgen... (kurze Pause) ...Tanzschule Sehrkorrekt, Verena Sehrkorrekt am Apparat..." "Guten Morgen Frau Sehrkorrekt, hier spricht Andrea Lüdenscheit, ist Andreas in der Nähe?" "Hallo Andrea... Ich schau mal, Moment bitte..." "Guten Morgen, Andreas Müller, wer spricht bitte...? Hallo Andreas, hier spricht Andrea, ich sollte Dich zurückrufen. War Dir dieses Beispiel recht ?" Es war Andreas recht.

Beispiel 2: Der Vertreter: "Guten Tag, Tanzschule Sehrkorrekt, Verena Sehrkorrekt am Apparat". "Guten Tag Frau Sehrkorrekt... (kurze Pause) ...hier spricht Heinz Ketchup, von der Firma Kaltimbiss, Sie kennen mich noch nicht, ich erhielt Ihre Telefonnummer von Ihrer Kollegin Frau Tanzbein von der Firma Glanzpaket". Das restliche Gespräch war eher unwichtig für dieses Beispiel. Beispiel 3: Der nächste Vertreter: "Guten Abend, Tanzschule Sehrkorrekt, Vererna Sehrkorrekt am Apparat". "Guten Abend Verena... (kurze Pause) ...die Firma Gemüsefritz, Peter Sellerie am Apparat". "Ach Hallo Peter, es tut mir Leid, aber Du rufst gerade während eines Tanzkurses an, kann ich Dich später zurückrufen?" "Entschuldige die Störung Verena, aber das ist nicht unbedingt nötig, es war nur ein Beispiel. Ich rufe Dich Morgen früh an, OK ?" "Danke für Dein Verständnis Peter, tchüss..." "Tchüss Verena, bis Morgen..."


Und so soll es nicht sein (passiert dennoch vielfach);

Schlechtes Beispiel: Heinz Ketchup, der Vertreter von eben, ruft an... das Telefon klingelt und klingelt (es dauert eine Ewigkeit). Dann erklingt "Hallo...". "Guten Morgen... (kurze Pause) ...es spricht Heinz Ketchup von der Firma Kaltimbiss, mit wem spreche ich bitte?" "Tanzschule Keineahnung !" "Und wer spricht bitte?" "Wieso, was wollen Sie von uns?" "Ich hätte gerne den Geschäftsleiter von Ihrem Betrieb gesprochen". "Ja... der spricht, jetzt sagen Sie mal, was Sie wollen!" Heinz will schon längst nicht mehr, aber er muss, es ist sein Job.

Das Prinzip ist Euch jetzt klar? Ihr wisst jetzt, mit welchen Worten Ihr Euch melden sollt. Ausnahme: In der Firma bestimmt in erster Linie der Chef, wie Du Dich am Telefon melden sollst. Wenn Ihr in Eurer Arbeit viel telefonieren müsst, ist es ratsam, einen Kurs "Gesprächstechnik am Telefon" zu besuchen. Eure Firmengeschäftsleitung (oft werden die Kosten für Kurse vom Betrieb übernommen) oder auch der Tanzlehrer kann Euch beraten.

Aufgepasst: Tätige keine Anrufe vor morgens 09.00 Uhr und nach abends 22.00 Uhr. Ausnahmen sind die international abweichende Ortszeit, branchen- und firmenspezifische Geschäftszeiten oder Telefonate mit Bekannten, Freunden und Familie, bei denen Du weißt, dass es ihnen recht ist. Zu bedenken ist auch folgendes: Frühaufsteher und ältere Menschen gönnen sich oft ein Gesundheits- oder Schönheitsschläfchen kurz "die Mittagsruhe" (meist zwischen 13:00-15:00 Uhr). Kennt Ihr den Spruch: "Nach dem Essen soll man sollst Du ruhen oder tausend Schritte tun..." (Joggen ist wohl eher die Ausnahme), oder auch "Nach dem Essen liegt Opa auf dem Sofa". Die Redensart zeigt eine überaus bequeme Alternative und gilt dazu noch als gesund. Ratsam, dies beim Wählen von privaten Anschlüssen zu beachten. Bei geschäftlichen Telefonaten - Anruf bei einem Betrieb - gibt es keine "Mittagsruhe", wohl aber die übliche Mittagszeit. Meist ist zwischen 12.00 Uhr und 13.00 Uhr (gleitend) keiner zu erreichen.

Wählst Du eine falsche Nummer oder wirst Du falsch verbunden - ob es nun am Anrufer oder an der Technik liegt, ist egal - melde Dich korrekt und wenigstens mit: "Entschuldigung, ich habe falsch gewählt /...ich wurde falsch verbunden / durchgestellt".

Du "brichst Dir keinen ab" bei so einer "Entschuldigung". Bedenke: der Angerufene kann nichts dafür, und er wird wegen der falschen Verbindung auch noch in seinen Tätigkeiten oder seiner Ruhezeit gestört ! Schon deshalb ist eine Entschuldigung fällig.

Vergiss niemals: Das Telefonieren ist immer mehr oder weniger ein Einbruch in die Privatsphäre eines Anderen, kurz gesagt: eine Störung, egal ob man sich letztendlich über Deinen Anruf freut. Siehe dazu auch das nächste Kapitel.

Im übrigen: Private Telefongespräche auf Kosten der Firma, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, sind D i e b s t a h l und können im Wiederholungsfall eine Entlassung mit sich führen!


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Das Mobiltelefon


Eine wunderbare Erfindung und eine grausame zugleich!
Erreichbarkeit für alle... An sich gerne, aber nicht immer und vor allem nicht überall!

Wenn Dein Handy oder Smartphone Dein ständiger treuer Begleiter ist, ist das an sich okay. Du bist für Deine große Liebe erreichbar, kannst nach Hause anrufen, damit die Eltern sich nicht unnötig Sorgen machen, wenn es mal später wird, kannst chatten, Schnappschüsse und Videos Deiner schönsten Momente machen und teilen, usw.

Handys können sehr nützlich sein, manchmal sogar lebensrettend. Es gibt einen Personenkreis, wie z. B. Ärzte und Menschen in Helferberufen mit Erreichbarkeitspflicht, die fast immer und überall erreichbar sein müssen.

Doch sie müssen andere nicht nerven! Wichtig ist beim telefonieren und angerufen werden, daß Du unbedingt Rücksicht ( diesen Begriff werden wir noch manchmal verwenden ) auf Andere nimmst.

Handy-Verbot: Keine Handys oder Mobiltelefone (außer Stummschaltung, Mobilbox usw. ) bei: Beerdigungen, im Krankenhaus, am Steuer, im Flugzeug, während Kino- oder Theaterbesuch, beim offiziellen Festakt, in Seminaren, Vorträgen, Tanzstunde oder Vorlesungen !!!

Einige Unternehmen aber auch Restaurants haben schon Handy-freie Zonen eingerichtet, da die Handy-Auswüchse inzwischen eine immer schlimmere Form angenommen haben.

Musst Du erreichbar sein und klingelt das Mobiltelefon, dann gilt es sich bei den Anwesenden kurz zu entschuldigen und sich zurückzuziehen, damit keiner von dem Anruf belästigt wird.

Willst Du jemanden anrufen und wählst Du dazu einen Mobilnummer, dann frage, nachdem sich der Angerufene gemeldet hat, immer erst ob man nicht stört! Man weiß ja letztendlich nicht, wo der Angerufene sich gerade befindet ( z. B.: beim Arzt, beim Kunden ) und in welcher Situation ( z. B.: im Unterricht, während einer Besprechung, in einer schwierigen Verkehrssituation)!

Sagt der Angerufene: "es passt im Moment schlecht", sage gleich: "Ich rufe später zurück". Warte kurz auf eine eventuelle Reaktion und breche danach die Verbindung direkt ab.

Erreichbarkeit ist OK, Rücksichtslosigkeit ist es nicht!

Im übrigen ist es seit März´99 verboten im Auto (während des Lenkens eines Fahrzeugs) zu telefonieren. Eine Ausnahme ist das "Handsfree"-telefonieren (ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen) telefonieren; telefonieren mittels einen "Carkit" ( Autoeinbausatz mit Mikrofon und Lautsprecher ).


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Rechts vor Links


Wie im Straßenverkehr gibt es auch im zwischenmenschlichen Verkehr Regeln wie: "rechts vor links", "alt vor jung" und "Dame vor Herr".

Insbesondere handelt es sich bei diesem Thema um Rücksicht anderen gegenüber.

Auch auf dem Gehweg solltest Du "rechts vor links" gehen lassen; so tritt man sich am wenigsten gegenseitig auf die Füße. Steht Dir jemand im Wege, gehe immer hinten an der Person vorbei. Ist dies nicht möglich, sage "Entschuldigung", bevor Du vor der anderen Person vorbei gehst.

Älteren und Senioren gegenüber gilt auch heute noch "Alter vor Schönheit (?!)"; gebe immer erst dem Älteren den Vortritt. Lehnt er dankend ab, gehe ohne zu zögern vor.

"Selbst ist die Frau!" Nach dieser Überzeugung lebt und verhält sich die moderne Frau. Unabhängig meist auch von altbekannten Regeln wie "Dame vor Herr", zieht es die moderne Frau meist vor, sich selber in den Mantel zu helfen, sich selbst die Türe zu öffnen und in der Straßenbahn stehen zu bleiben, anstatt sich von einem Herrn einen Sitzplatz anbieten zu lassen.

Ausnahmen sind gelegentlich Frauen älteren Semesters. Diese Damen freuen sich noch über wohlgemeinte und charmante Rücksicht gegenüber ihrer "schwachen Weiblichkeit".

Selbstverständlich nehmt Ihr bitte gleichermaßen Rücksicht auf Schwangere, Gebrechliche und Schwerbehinderte!


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Rein und Raus


Wie beim "rechts vor links" ist es mit dem "rein und raus."
Ein paar Regeln müssen sein, sonst gibt es Chaos.

"Heraus" kommt vor "herein"!
Ob Bus, Straßenbahn, Zug, Geschäft, Restaurant, Fahrstuhl: erst den "Aussteigern" Platz machen, dann selber einsteigen und das ohne Ausnahme! Wie kannst Du aussteigen, wenn alle Dich beim Einsteigen zurückschieben? Wie kannst Du einsteigen, wenn's drinnen noch "brechend voll" ist?
Klingt irgendwie logisch oder...?

"Die Ausnahme bestätigt die Regel" heißt es, und so soll es auch hier wohl Ausnahmen geben: Älteren, Senioren usw. - wie vorhin - solltest Du "Vorfahrt" anbieten, und wenn es draußen gießt, ist es schon nett, wenn Du die Person vor der Türe schnellstmöglich hereinlässt... (Wenn es drinnen nicht zu voll ist)

Wie überall so gilt auch hier:

Manche zeitgenössische Veränderung, moderne Umgangsformen und neue Sitten sind an vielen "älteren Menschen" vorbeigegangen. Möchtest Du Dir bei diesem Personenkreis einen gewissen Respekt verdienen, ist es zeitweise besser und sicherer sich der altbewährten Etikette zu bedienen; Rücksicht und ein wenig Charme wirken manchmal Wunder!


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Aufstehen oder sitzenbleiben


In der Vergangenheit erhob sich der Herr, wenn er von einer stehenden Person angesprochen oder begrüßt wurde. Auch heute ist dies angebracht.

Vergiss nicht Dein Sakko, Dein Jackett, wenn Du Dir schon die Mühe machst, eines zu tragen, zu schließen, oder wenigstens das Schließen anzudeuten, indem Du es mit der linken Hand zuhältst wenn Du aufstehst, und den Knopf bzw. die Knöpfe wieder zu öffnen wenn Du Dich setzt. "Tja... Das hat man davon wenn der Mann seriös und elegant gekleidet erscheinen will". Lass Dich aber von solchen Regeln nicht abschrecken, und trage ein Sakko mit Schwung und voller Überzeugung.

Die Dame erhebt sich nicht bei der Begrüßung. Sie bleibt üblicherweise sitzen, wenn sie angesprochen oder begrüßt wird, nur die jungen Mädchen stehen auf, wenn sie von Erwachsenen begrüßt werden. Diese Regel ist allerdings auf dem Rückzug. Im Alltagsbetrieb bürgert es sich mehr und mehr ein, dass auch die Frau aufsteht, um eine stehende Person zu begrüßen, insbesondere dann, wenn es sich im Arbeitsumfeld um einen Vorgesetzten oder Kunden handelt.

Alle Mitarbeiter erheben sich vor Vorgesetzten, es sei denn, die Chefin oder der Chef bestimmt anders.


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Wer hat Vorfahrt: Dame oder Herr?


Die folgenden "Regeln" verlieren immer mehr an Bedeutung und werden wohl bald ganz ausgestorben sein (ist ja auch umständlich).

Hallo Damen! Wenn Ihr doch einmal auf einen "Kavalier der alten Schule" trefft, lasst Euch doch einfach mal nach allen Regen der Kunst (Tür aufhalten, in den Mantel helfen lassen, usw.) von Ihm "hofieren". Das kann zur Abwechselung richtig Spass machen und Ihr macht "dem alten Herren" garantiert eine Freude.


Nach alter Sitte lässt man der Dame immer den Vortritt. Beim "Nebeneinander" geht, steht oder sitzt sie an seiner rechten Seite.


Ausnahmen sind:

- durch eine Drehtüre immer erst der Herr

- in einem Gedränge schafft der Herr Platz für die Dame

- die Treppe hinab geht der Herr vor (die Treppe hinauf geht die Dame vor)

- Die Damen sollten darauf achten, dass sie den Herren die Möglichkeit nicht nehmen voran bzw. voraus zu gehen.

Geschlechtsneutral: Durch eine besetzte Stuhl- oder Bankreihe; bitte beachte hier, dass Du immer mit dem Gesicht (nicht mit Deinem Hintern!) zu den in der eigene Reihe sitzenden Personen durchgehst und das mit einem freundlichen "´tschuldigung!" Ausnahme: In der Kirche geht man immer mit dem Gesicht zum Altar durch die Reihen.


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"Duzen oder Siezen"


Ihr sprecht Euch untereinander mit "Du" an, Erwachsene machen das heute auch immer öfter.

Die ältere Generation ist dies nicht gewöhnt und meist auch nicht davon begeistert. Bis der Erwachsene Dir das "Du" angeboten hat, sieze ihn bitte, also rede ihn mit "Sie" an.

Im übrigen: das angebotene "Du" vorläufig und freundlich (!) abzulehnen ist erlaubt; Zurückhaltung hat nichts mit "eingebildet sein" zu tun. Ein bekannter Spruch in dieser Beziehung ist: "man sagt einfacher 'Du A...' als 'Sie A...' ".

Für Erwachsene sei zu erwähnen, dass das einmal gewährte "Du" im allgemeinen nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, ohne jemand zu beleidigen.
Ausnahme: das Karnevals/Faschings- "Du" und das "Du" welches Dir von Einem unter starken Alkoholgenuss stehenden, spontan und ohne Hintergrund "angelallt" wird.
Jemanden am nächsten Tag daran zu erinnern ist oft peinlich und bringt den Anderen in Verlegenheit. Außerhalb der vorher genannten Festsaison ist "Bruderschaft trinken" und der "Bruderschaftskuss" nicht mehr gerne gesehen.

In unserer Zeit, könnt Ihr Euch alle - untereinander bunt gemischt - küssen wann ihr wollt und damit die Freundschaft oder die Liebe füreinander zeigen, auch in die Öffentlichkeit, wenn ihr "bitte schön" Rücksicht nehmt auf die Gefühle von anderen und nicht so modern erzogenen, älteren Personen.


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Partytime!


Jetzt geht´s los...! Zur privaten oder öffentlichen Party, zur Disco, zur Tanzschule oder sogar zum richtigen, festlichen Ball.

Bekommst Du einen Einladung, dann solltest Du sofort, wenigstens aber schnellstmöglich zusagen. Es "voll daneben", am Tag vor der Party oder sogar am selben Tag abzusagen, das ist respektlos dem Gastgeber gegenüber. Fast noch schlimmer ist es mit der Zusage zu warten, ob vielleicht noch eine bessere Einladung kommt; schlechter Stil!

Wer lädt wen ein? Das ist eigentlich egal.
Der Junge das Mädchen, das Mädchen den Jungen, der Herr die Dame oder anders herum.

Ausnahme:
Beim festlichen Ball ist es auch heute noch üblich und gern gesehen, wenn der Herr die Dame fragt, abholt und nachher (pünktlich, wenn von den Eltern gewünscht) wieder nach Hause bringt.

Bei einem Debütantenball
(die offizielle Gelegenheit, bei der junge Damen und Herren der Gesellschaft vorgestellt und in diese traditionell eingeführt werden), gehört es zur gute Sitte, dass der Herr der Dame einen kleinen Biedermeierstrauß oder einen kleinen Blumenstrauß, passend zum Ballkleid, mitbringt. Es ist auch heute noch "anständig" wenn Du jemanden zum Ausgehen abholst und sie oder ihn wieder nach Hause zurück begleitest; zusammen hin heißt zusammen zurück !

Lädst Du jemand zu
einem schönen Tag oder Abend ein, dann ist es oft besser zu sagen was Du vor hast, damit Dein Begleiter sich auf die Einladung vorbereiten kann bzw. zur Gelegenheit passend kleiden kann und nicht in Verlegenheit gebracht wird durch eine unerwartete Situation oder Umgebung.

Vorsicht Falle!
Wenn Du jemanden zu etwas Bestimmten einlädst (z. B. Darf ich Dich ins Kino einladen?), darf der Eingeladene davon ausgehen, dass er oder sie sich um nichts zu kümmern hat und nicht zu zahlen braucht.

Wenn Du einfach und informell
zum Mitkommen eingeladen bist, liegt das anders; heute bezahlt jeder für sich - auch die Mädels oder Damen - außer es wird anders bestimmt. Wenn jemand Dir "etwas zu trinken anbietet" gibt er oder sie einen aus. Wenn Du gefragt wirst "ob Du etwas trinken willst" heißt das meist, dass man für Dich etwas bestellen oder mitbringen will (ein nette Geste), dann ist üblicherweise gemeint, dass Du selber zahlst.


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Blumen und Geschenke


Blumen schenkt man nicht nur der Dame zum Debütantenball oder zum Geburtstag.

Es ist immer schön, Blumen zu schenken und mit Blumen zu sagen, dass Du jemand schätzt, dankst oder liebst. Es ist nicht altmodisch, Deiner Mutter des öfteren einen Strauß Blumen mitzubringen auch wenn dafür im Moment kein direkter Anlass besteht.

Heute schenkt man auch den Herren Blumen, und sei es auch nur zum Weitergeben an die Frau/Freundin (Das war dann "offiziell seine Idee" ). Männer emanzipieren sich in dieser Hinsicht und freuen sich zunehmend auf ein blumiges Geschenk; vor allem, wenn er Nichtraucher ist und man ihm auch mit alkoholischen Getränken keine besondere Freude bereiten kann.

Vorsicht: Ein Kaktus wäre wohl absolut "daneben"
Doch auch Rosen haben Dornen! Diese gehören an das lebende Gewächs und nicht als Schnittblume verschenkt.

Des weiteren solltest Du beim Schenken von Blumen folgendes bedenken: Die Blumen sollten bei der Übergabe sichtbar sein, also in transparentem Papier verpackt oder (im Winter) in Papier, welches Du vor der Übergabe wegnimmst oder wenigstens oben herum öffnest. Nicht sichtbar (also eingepackt) soll das Geschenk, das Päckchen als Überraschung gedacht sein. Es wäre sonst keine Überraschung mehr.

Blumen und Geschenke sind
ein Zeichen von Freundschaft, von Respekt oder von Liebe.
Geschenke dürfen den Beschenkten nicht in Verlegenheit bringen.

Im allgemeinen sagt man: Man sollte nicht mehr schenken, als der Beschenkte sich leisten kann. Das heißt nicht, daß Du jemanden beschenken sollst um etwas zurückzubekommen. Es heißt nur, das der Preis des Geschenkes nicht "aus dem Rahmen fallen sollte". Das Schenken von kleinen Aufmerksamkeiten oder Blumen bringt in unserer Kultur kaum einen in Verlegenheit. Es gibt einen Spruch: "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft".


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Die Aufforderung zum Tanz


Die Party steigt, es wird getanzt und die Erwartung steigt mit; Du möchtest all zu gern tanzen und dazu auffordert werden, oder vielleicht auch selber auffordern. Aktiv statt passiv heißt die Devise.

Du kannst Deinen Wahltanzpartner natürlich von weitem herbeiwinken, mit den Fingern pfeifen, und wenn man sich schon zu ihr (oder "Sie" sich zu "Ihm") hinbemüht, kann man "den Auserwählten oder die Auserwählte" auch mit einem Ruck vom Stuhl reißen.

Doch gerade die nettesten Mädchen und Jungs
lassen sich nicht gerne als "tanzbarer Gegenstand" gebrauchen! Mädchen und Frauen setzen sich durch und "warten nicht mehr nur ab"; sie ergreifen die Initiative und fordern die "Männer" auf (oder lehnen auch oft ab). Im Übrigen: Damenpaare sind seit 'eh und je erlaubt; Freundinnen tanzen zusammen, da Frauenüberschuss herrscht (zu wenig "tanzfähige" Jungs) oder einfach nur aus Freundschaft und "Spaß an der Freude".

Eine Verbeugung zu machen ist nicht mehr zeitgemäß
(siehe auch das Thema Vorstellen und Bekanntmachen), aber freundlich bitten (und nicht erzürnen wenn sie höflich "im Moment nicht" sagt) darf nicht zu viel verlangt sein.

Einmal zu Ende getanzt,
überlasse das Beenden des Tanzvergnügens bitte dem schwächeren Partner; das ist nicht immer die Dame, bringt oder begleitet (der Herr "bringt", die Dame "begleitet") man den Partner wieder zum Platz und nicht "zum platzen", wenn man seinen Partner/seine Partnerin einfach auf der Tanzfläche stehen lässt. Das ist taktlos.

Tanzen soll für beide ein Spaß sein,
also tanze bitte was auch dem Tanzpartner Spaß macht. Beim Tanzen hat der Herr die Führung und somit auch die Verantwortung. Zwinge die Dame nicht zu Variationen und Folgen, die sie kaum beherrscht oder gar nicht kennt, und vor allem, bringe Deinen Tanzpartner nicht in Verlegenheit durch eine schlechte oder gar zweideutige Tanzhaltung.


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Richtig angezogen?


Kennt Ihr den Spruch "Kleider machen Leute"?

Jemand nur nach seiner Kleidung zu beurteilen, heißt meist "Vorurteilen ist Verurteilen". Aber es stimmt teilweise schon: "Kleidung macht viel aus, und manchmal doch Leute". Eine der größten Unsicherheiten stellt sich immer wieder, wenn man vor der Frage steht: "was ziehe ich denn heute an?" Da stehst Du vor dem gut gefüllten Kleiderschrank und weist nicht was Du anziehen sollst.

Auch hier gibt es einige Regeln.

Wir unterscheiden zwischen sportlicher oder auch Freizeitkleidung, eleganter Kleidung (mal schick gekleidet irgendwo hin), Geschäftskleidung (oft abhängig von dem, was der Chef vorschreibt) und Gesellschaftskleidung (das Kleiden nach Veranstaltungsvorschrift oder Protokoll).

Unten aufgeführt geben wir einige Beispiele:

Sportliche Kleidung:

Dame: Sportkleidung, Sportschuhe, "Buffalo´s", Jeans, kurze oder lange Hosen, Hemden, Pullover, usw.

Herr: Jogginganzüge, Basketballschuhe, T-Shirts, Kurze oder lange Hosen, Hemden über der Hose, Jeans, Sweetshirts, Pullover.

Elegante Kleidung:

Dame: Hosenrock und Hosen aus edlen Materialien, Blusen, Westen, Röcke, Lederschuhe.

Herr: Stoffhosen, Lederschuhe, Hemden in der Hose, leichte Pullis oder Westen, evtl. Krawatte und Sakko.

Geschäftskleidung:

Dame: Niemals Hosen dafür immer Röcke, Blusen, Anzüge, elegante Lederpumps.

Herr: Zwei- oder dreiteilige Anzüge, Hemden ohne Muster, Krawatte, Lederschuhe.

Gesellschaftskleidung:

Dame: "Kleines Schwarzes" (ein einfaches schwarzes Kleid von elegantem Schnitt), Coktailkleid (kurzes "Abendkleid" für den Tag), Abendkleid (mittellanges oder langes Kleid oder Bluse mit knöchellangem Rock aus elegantem Stoff), Ballkleid (opulentes Kleid von feinstem Material).

Herr: Zwei- oder dreiteiliger dunkeler Anzug, Dinner Jackett (helles Smokingjackett, dunkele Hose) Smoking (dunkler Anzug mit seidenen Applikationen am Jackett und an der Hose), Frack (Jackett mit langem Rückenteil und Westenfront).

Das waren einige wichtige Kleiderregeln zu bestimmte Anlässen. Die Mode weicht manchmal von der Grundlinie ab, aber richtig modisch gekleidet, geht Ihr sowieso am besten nur im privaten Bereich, außer wenn der Chef nichts dagegen einzuwenden hat!


Viele Jungs tragen während ihrer Tanzschulzeit zum ersten Mal ein Sakko.

Hier gilt der folgende Rat: Beim Aufstehen soll das Jackett geschlossen sein, hat das Sakko drei Knöpfe, schließt Du nur den mittleren Knopf; hat das Jackett vier Knöpfe, schließt Du die zwei mittleren Knöpfe; hat das Jackett zwei Knopfreihen (Überschlag), dann schließt man die zwei unteren Knöpfe (und vorher den Knopf an der Innenseite vom Jackett). Möchtest Du Dich setzen, dann öffnest Du den Knopf oder die Knöpfe wieder.

Im Übrigen: Wie beim Stehen und Gehen soll auch beim Tanzen das Sakko immer geschlossen sein. Ausnahme: Eine Gartenparty, da sieht man´s nicht so eng.

Bedenke folgendes: In viele Situationen bleibt es Dir überlassen, was Du wohin anziehst; das heißt, Du kannst anziehen wonach es Dir gerade ist. Doch im Geschäftsbereich oder auch bei gesellschaftlichen Veranstaltungen wird auf die richtige Kleidung gesteigerter Wert gelegt! Hier ist "Anpassung" gefragt. Wenn Du Dir in bestimmten Situationen unsicher bist, frage jemanden, der Bescheid weiß.


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In der Gaststätte


"Ausgehen", "um die Häuser ziehen", "einen Trinken gehen", "´ne Sauftour machen", "Mädels aufreißen", usw. ...

Man verabredet sich zu Hause oder gleich in der Stadt. Wenn Du jemanden abholst, ist es anständig, wenn Du Sie oder Ihn auch wieder nach Hause bringst.

Habt Ihr Euch in der Stadt verabredet, dann heißt es, pünktlich sein damit keiner auf der Straße zu warten braucht. Habt Ihr Euch in eine Gaststätte verabredet, dann wartet noch ein wenig mit der Getränkebestellung, bis auch der andere eingetroffen ist. Kommen die Gäste herein, so begrüßt man sich im Stehen; die Mädels ( und jung gebliebene Damen ) bleiben bei der Begrüßung sitzen.

Wer bezahlt für wen? Ein schwieriges und manchmal heikeles Thema. Heute bezahlt jeder für sich. Möchte das Mädchen selber zahlen, so ist dies selbstverständlich. Wenn Du jemanden zu einem Getränk, zum Essen oder zu sonst etwas einladen möchtest, dann sage bitte deutlich dazu: "Darf ich Dich zu ..... einladen". Jetzt weiß der andere, dass er eingeladen ist und kann diese Einladung annehmen oder auch freundlich ablehnen. Haben Deinen Freunde wenig Geld zu Verfügung, dann ist es schön, wenn Du sie mal zu etwas einlädst. Doch bedenke: Manche fühlen sich verpflichtet, etwas zurückzugeben und diese "Verpflichtung" könnte einen in Schwierigkeiten bringen. Wenn Du mehr Geld als Deine Freunde zur Verfügung hast und dies aufrichtig mit ihnen teilen möchtest, ist das o.k. Erwähne im passenden Moment, dass Du keine Gegenleistung erwartest; oft ist das nette Zusammensein Gegenleistung genug.

Trinkgeld:

Bei uns ist das Geben von Trinkgeld üblich. "Trinkgeld" ist eine freiwillige Leistung! In Deutschland ist 10-15% Bedienungszuschlag in der Verzehrrechnung mit aufgenommen. Wenn Du aber der Meinung bist, man hat Dich sehr zuvorkommend und freundlich bedient, dann kann man nochmals 10-15% Trinkgeld "springen lassen". Im Normalfall reicht es, der Bedienung bei Beträgen über 5,- Euro die Summe von 50 Cent, und bei Beträgen von 25,- Euro und mehr die Summe von 2,50 Euro in die Hand zu drücken. Für diejenigen, die noch sehr jung sind, gehört es sich nicht, größere Beträge als Trinkgeld zu überreichen. Den "dicken Max" mit zu reichlichem und dazu vielleicht noch lässig hingeworfenem Trinkgeld zu "markieren" imponiert weder den Mädels und schon gar nicht der Bedienung. Und das gilt nicht nur für Jugendliche. Ein kleines Trinkgeld (siehe oben) und "Danke für die nette Bedienung" macht da bei beide Seiten mehr Eindruck.

In der Vergangenheit war stets der Herr der Dame behilflich beim Aus- oder Anziehen der Jacke oder des Mantels. Auch heute ist dies ein guter Brauch. Wundere Dich nicht, wenn die junge Frau von heute dies nicht mehr unbedingt wünscht (siehe auch nochmals das Thema: Rechts vor Links). "Mal ehrlich, soll Sie sich doch selber mit dem Ärmel herum ärgern !" (...oder sogar dem Herrn - an ihre emanzipierte Seite - mal behilflich sein mit, seinem Sakko oder seiner dicken Daunenjacke zurecht zu kommen).


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Rauchen?!


Die Zigarette (Zigarre und Pfeife) ist ein Genussmittel, wie z. B. Süßigkeiten, mit dem großen Unterschied, dass das Rauchen wie auch Trinken von alkoholischen Getränken und Drogenbenützung schwere Gesundheitsschäden verursachen und stark abhängig beziehungsweise süchtig machen!

Nicht Rauchen, nicht Trinken und keine Drogen heißt gleichwohl, gesünder und sicherer leben.

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ACHTUNG!!! ERGÄNZUNG / NEUE SITTEN

Das Rauchen ist seit einiger Zeit an so ziemlich allen Veranstaltungs- und Versammlungsorten verboten, sofern keine separaten Raucherräume existieren.

Das gilt auch für die Tanzschule Angermann.

Selbst dort, wo es noch erlaubt ist, ist das Rauchen während der Mahlzeiten, auch zwischen den Gängen, absolut tabu!

Insoweit sind nicht mehr alle weiter unten genannten Regeln gültig.

Wichtigste Grundregeln:
- Wo keine Aschenbecher stehen, darf auch nicht geraucht werden.
- Vorhandene Ascher rechtfertigen, in geschlossenen Räumen, nicht das Rauchen in Gegenwart von Kindern und Schwangeren oder beim Essen.
- Das war auch "früher" schon so.

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Wir werden Euch das Rauchen nicht verbieten. Wohl bitten viele Tanzschulen darum, nicht im Tanzsaal zu rauchen. Seit kurzem gibt es in den meisten Gebäuden und auf öffentlichen Plätzen absolutes Rauchverbot. Man möchte damit die Gesundheitsgefährdung, die das Rauchen mit sich bringt, eindämmen.

Vor allem aber möchte man die "Nichtraucher" vor "Belästigung" schützen, denn der Rauch stört -also belästigt- den Nichtraucher nun einmal.

Früher gab es Kaffeezimmer für die Damen und Raucherzimmer für die Herren, die man zu Besprechungen oder nach dem Essen betrat und benützte. Heute darf am Tisch während der Mahlzeiten geraucht werden, aber nur zwischen den Gängen oder nach Beendung der Mahlzeit. Auch hier fragt Ihr bitte, ob es den Tischnachbarn genehm ist. Sei nicht sauer wenn der mal "Nein" sagt; wer fragt muss sich seelisch auf ein "Nein" einstellen.

"Da Rauchen stört, haben die Nichtraucher Vorfahrt !"

Als Raucher - der nun einmal gerne raucht - denkt man nicht immer darüber nach, dass man andere mit seiner "Freude", "seinem Genuss" stört. Deshalb nochmals unser Hinweis: Du darfst gerne rauchen, wenn Du andere damit nicht belästigst! Möchtest Du rauchen; frage den anderen, ob es gerade stört !

 

Am Arbeitsplatz

Hier gelten unter Umständen besondere Regeln. Diese werden von der Abteilung oder vom Chef erklärt; allgemein gültig aber ist:

- Ein freundliches "Guten Morgen" wenn man herein kommt

- Pünktlichkeit ist eine Selbstverständlichkeit und solltest Du einmal zu spät kommen, so entschuldige Dich beim Vorgesetzten. Regelmäßig zu spät am Arbeitsplatz erscheinen, kann die Kündigung nach sich ziehen.

- Erfolg im Beruf ist nicht nur von der Leistung abhängig, es gehört mehr dazu: Takt und Rücksicht gegenüber Kunden, Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten.

- Die weiblichen Mitarbeiter und Kollegen werden heute rechtlich besonders geschützt, gegen anzügliche Bemerkungen und "Anmache" von Seiten der Herren. Für einige vielleicht selbstverständlich, für die anderen heißt es: "Finger weg und keine blöde Sprüche...!"

- Auch sexistische Witze haben am Arbeitsplatz im Beisein von Mädchen und Damen nichts zu suchen !

- Ein neues Phänomen der letzten Jahre ist "Mobbing"?. Es heißt: das Behindern, beleidigen und psychisch "fertig machen" von Mitarbeitern und Kollegen. Meist zwecks Verbesserung der eigenen Position im Betrieb. Wenn erforderlich, schützt Euch; "Mobbing" ist strafbar und soll umgehend an Vorgesetzte gemeldet werden.

 

Der letzte Tipp

"Keiner weiß alles", aber Ihr wisst jetzt schon etwas mehr als die anderen! Zum Vorangehenden möchten wir Euch noch folgendes sagen, teils sogar wiederholen:

- Egoismus ist "OUT", ein wenig Rücksicht und etwas mehr Überlegung bei dem, was Ihr sagt und tut, ist wichtig und bei allen letztendlich "Mega-in"!

- Ihr jungen Leute untereinander habt ein anderes Wertebewusstsein als die ältere Generation. Nicht alles, was Ältere sagen, ist unbedingt richtig, aber auch nicht alles ist falsch; viel Wissen kommt durch Erfahrung und Erleben.

- Sich korrekt benehmen ist wieder modern, und die Älteren freuen sich über Euer Wohlwollen und Engagement. Behandelt Eure Gleichaltrigen mit Respekt und freut Euch über Freundschaften und das Zusammensein.

Alleinsein heißt oft Einsamkeit. Behandelt die älteren Menschen in Euerer Umgebung auch mit Respekt und verhaltet Euch korrekt, wenn erwünscht, nach den heute gültigen Umgangsformen. Somit werdet Ihr allen gerecht und selber fährst Du am besten dabei...!

Tja... das Leben ist voller Vorschriften und Regeln. Das bringt uns zu unserm letzten Spruch: "Ausnahmen bestätigen die Regel". Stimmt das denn überhaupt? Doch... Manchmal darf man sich auch mal daneben benehmen oder einfach mal querschießen (auf eine charmante Weise, bitte schön!). Aber bis Ihr soweit seid, sollt Ihr die Vorschriften und Regeln erst mal kennen und vor allem beherrschen!

Wir wünschen Euch viel Spaß bei allem was Ihr tut und viel Glück und Erfolg im Leben !!!

Euer "A-Team"